Eurasierspaziergang zur Halde Schurenbach in Essen - Denkmal "Bramme für das Ruhrgebiet"

 

Ein Spaziergang mit mehr Sinn(en)

 

Der Hund - ein Nasentier

© Carolin Reger

 

Hunde sind Makrosmatiker (Nasentiere).
Damit leben sie in völlig anderen Sinnesdimensionen als wir.

Kommen wir in eine neue Umgebung, zum Beispiel wenn wir eingeladen sind und einen Raum voller Gäste betreten, brauchen wir einige Momente, bis wir einen Überblick haben: Welche Gäste sind da? Wen kennen wir? Wohin wollen wir uns als erstes wenden? Wo befindet sich das Buffet? ;-) Wir scannen also alles mit den Augen ab und bleiben dabei meist an einem Ort so lange stehen, bis wir all die Informationen aufgenommen haben. - So geht es natürlich auch unseren Hunden. Zu der visuellen Reizflut kommen nun aber noch die unzähligen und sicherlich mitunter fast überwältigenden Geruchseindrücke hinzu.
Auch Hunde bleiben zunächst gern stehen, um sich einen Gesamteindruck zu verschaffen. Dann jedoch würden sie am liebsten alles Ungewohnte zusätzlich abschnüffeln. Leider verwehren wir ihnen dieses sehr oft, obwohl es für sie so wichtig ist, um sich in einer neuen Umgebung wohl zu fühlen. Vielleicht denken wir auch einfach gar nicht daran, eben weil unsere Sinneswelt eine andere ist. Wir sind nun einmal "Augentiere".

Gönnen Sie bitte Ihrem Hund, dass er sich wenn möglich ausgiebig orientiert, denn das mindert sein Stresslevel und erhöht sein Wohlgefühl.

 

Die Entdeckung der Langsamkeit

© Carolin Reger

Mit dem Frühling bricht allgemein Lebensfreude aus. Endlich vorbei die grauen Zeiten! Wir stürzen uns energiegeladen ins frische Leben und sind voller Tatendrang.

Auf das Fahrrad, Joggingschuhe aus dem Keller, Wanderungen, Ausflüge ... und unser Hund immer mit?

Warum nicht auch einmal die Langsamkeit entdecken? Zeit, den Frühling um uns herum in Zeitlupe zu betrachten? Verweilen statt eilen?

Unseren Hunden tut ein Stück Langsamkeit im oft hektischen Alltag mehr als gut.  Glückliche Hunde neben bzw. zumeist hinter Fahrrädern und Joggern habe ich in den letzten Tagen nicht gesehen. Sie?

Ein bewusst langsamer Spaziergang mag ungewöhnlich erscheinen, doch bietet er eine Menge: ein Gefühl dafür, ob es überhaupt noch möglich ist, mit unserem Hund auch langsam eine kleine Entdeckungstour zu machen? Ist unser Vierbeiner so entspannt, dass er an lockerer, längerer Leine oder auch frei in aller Ruhe die Welt mit der Nase erkundet und auch nicht hektisch wird, wenn uns andere Hunde etc. begegnen? Können wir das eigentlich noch? Eine ruhige Runde gehen?

Probieren Sie es aus: Nehmen Sie sich statt der üblichen großen Runde nur die Hälfte vor - und investieren Sie dafür dieselbe Zeit wie sonst für Ihren Spaziergang. Zeit, die Sie Ihrem Hund schenken, so dass er in seinem Tempo allen Geruchsreizen in Ruhe auf den Grund gehen kann. Sie werden sehen, Ihr Hund ist nach diesem Spaziergang ebenso glücklich und zufrieden wie sonst auch.  Und vielleicht hatten Sie dabei Zeit auf die kleinen Dinge um Sie herum zu achten - den Frühling bewusster zu spüren, Ihren Hund genauer zu beobachten, mit mehr Gemeinsamkeit den Spaziergang zu gestalten.

Gelingt Ihnen diese Entdeckung der Langsamkeit, dann sind Sie ein entspanntes Mensch-Hund-Gespann.
Vielleicht aber muss diese Langsamkeit tatsächlich neu entdeckt werden. Viele Hunde sind zu aufgeregt, um draußen ruhig und souverän zu sein. Gerade dann aber tut es ihnen gut: mehr Ruhe im Alltag, Pausen, vielleicht Ruhetage nach einem Ausflugswochenende, ein ausgewogenes Verhältnis von Aktion und Entspannung.
Weniger ist eben oft mehr - und schenkt uns Zeit für ein bewusstes Miteinander.

Mit freundlicher Genehmigung :© Carolin Reger, Hundeschule nasenreich

Carolin Reger ist PDTE-Mitglied und aktives Mitglied bei Friendship for Dogs.

 

 

 


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